Statements

Boris Pistorius
Oberbürgermeister
Osnabrück


„Die Kindertafel ist eine tolle aber leider auch notwendige Einrichtung, die meine volle Unterstützung genießt. Die gesellschaftlichen Veränderungen haben dazu geführt, dass immer mehr Kinder ohne Frühstück und ohne ausreichende Verpflegung die Schule besuchen.

Die Kindertafel hat mit großem ehrenamtlichen Engagement die Initiative ergriffen, um für die betroffenen Kinder tätig zu werden.

Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten ganz herzlich bedanken und wünsche der Kindertafel auch für die Zukunft ein erfolgreiches Wirken zum Wohle der Kinder.“


Benno Schomaker
Schulleiter
Dodesheide, Osnabrück


„Unsere Schülerinnen und Schüler kommen immer häufiger ohne Frühstück in die Schule. Dieses geschieht aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen kümmern sich Eltern nicht genügend.

Zum Anderen sehen sich Eltern finanziell nicht in der Lage, ihren Kindern ein gesundes Frühstück mit auf den Weg zu geben.

Hungergefühle und Unwohlsein behindern so oft das Lernen.

Die Kindertafel bietet für diese Kinder ein Angebot, sich in der Schule gesund zu stärken ohne große bürokratische Hürden nehmen zu müssen.“


Hanno Middeke
Schulleiter
Herman-Nohl-Schule, Osnabrück


„Die Kindertafel ist für unsere Schule ein doppelter Segen! Sie versorgt viele Schülerinnen und Schüler mit dem, was sie selbst nicht haben: ausreichende und möglichst ausgewogene Ernährung.

Unsere Schülerinnen und Schüler nehmen dies dankbar an.
Aber auch wir Kolleginnen und Kollegen profitieren in unserer Arbeit davon. Denn schließlich kann niemand mit Hunger und Durst lernen. Der Kindertafel, den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie allen großzügigen Spendern ein herzliches DANKESCHÖN. Diese Hilfe kommt an.“


Elke Voss
Elternratsvorsitzende
Stüve-Schule, Osnabrück


„Lernen lässt es sich besser, wenn man nicht über den Hunger nachdenken muss. So kann Nahrung in Bildung umgewandelt werden.

Für die Unterstützung der Osnabrücker Kindertafel an Kinder unserer Stüve-Schule bedanke ich mich ganz herzlich.“


Jörg Kieback
Präsident der Fördergesellschaft
Lions-Club, Osnabrück Heger Tor e.v.


“Der Lions Club Osnabrück Heger Tor unterstützt die Osnabrücker Kindertafel, eine 2008 gegründete Einrichtung der schon seit 1996 hier aktiven Osnabrücker Tafel. Alle unsere Mitglieder freuen sich über den bewundernswerten Einsatz der ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiter der Osnabrücker Tafel für in Not geratene Kinder.

Insbesondere Grundschulkinder, die von zu Hause aus nicht mit dem täglichen Schulbrot versorgt in den Unterricht gehen, wird auf diese Weise eine regelmäßige Stärkung in den Pausen zwischen dem Unterricht zuteil.

Der Lions Club Osnabrück Heger Tor hilft neben der Förderung seines laufen Programms „Paten für Kinder“ gerne mit Spenden auch solchen Kindern, denen es am selbstverständlichsten fehlt, was man ihnen eigentlich schuldig ist: nämlich ausreichendem Essen, um nicht zu hungern.
Es ist schön, dass es Menschen in unserer Stadt gibt, die dabei aktiv helfen! Ein wichtiger Beitrag für eine menschlichere Welt.“


Maike Baumgarten
Präsidentin
ROTARACT Club, Osnabrück


„Soziale Verantwortung und bürgerschaftliches Engagement fängt vor der eigenen Haustür an. Der ROTARACT Club Osnabrück bekennt sich dazu und handelt entsprechend.

Ich bin glücklich, dass wir mit unseren Einsätzen für die Osnabrücker Kindertafel einen Beitrag dazu leisten können, soziale Härten zu mindern und insbesondere den von Armut betroffenen Familie mit Kindern eine echte Hilfe zu bieten.“



Doris Gausmann
Sozialpädagogin
Herman-Nohl-Schule, Osnabrück


Seit einigen Jahren werden in der Herman-Nohl-Schule Osnabrück Brote, Brötchen, Obst, Gemüse, Joghurt, Getränke und kleine Snacks vor Beginn des Unterrichts und in der großen Pause an Schülerinnen und Schüler weiter gegeben. Immer stellen Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung von Sozialpädagogen die Nahrungsmittel möglichst eigenständig zusammen.

In der jüngsten Vergangenheit kamen jedoch zunehmend Schülerinnen und Schüler aus oft angespannten familiären Situationen ohne Pausenbrot und Getränke in die Schule.

Oft standen diese Schülerinnen und Schüler am Rande und schauten mit großen Augen zu, dass andere für ein paar Cent ein Frühstück bekamen. Als wir dann über andere Schulen hörten, dass die Osnabrücker Tafel Lebensmittel oder fertige Frühstücksbrote in die Schulen liefert, nahmen wir Kontakt zur Osnabrücker Tafel auf. Seit Beginn des Schuljahres 2008/2009 arbeiten wir nun intensiv mit der Osnabrücker Tafel zusammen. Zuerst holten wir Lebensmittel direkt von der Ausgabestelle in Osnabrück ab und seit ca. einem halben Jahr beliefert uns die Osnabrücker Tafel einmal wöchentlich z. B. mit Brot, Käse, Aufschnitt, Joghurt, Quark, Milch, Cornflakes, Müsli, Apfelsaft und Wasser. Auch diese Lebensmittel werden in der Schule durch Schülerinnen und Schüler und Sozialpädagogen entsprechend aufbereitet.

Da die Tafel nicht immer genau über die Lebensmittel verfügt, die benötigt werden, besorgen wir noch gelegentlich einige Lebensmittel hinzu. Nach Absprache mit den Eltern holen sich jetzt Schülerinnen und Schüler ihr Pausenbrot nicht nur ab, sondern sitzen oft in einem Betreuungsraum am Tisch und genießen ein gemeinsames Frühstück.

Aus diesem Kontakt zur Osnabrücker Tafel entstand noch ein weiteres Projekt. Da es die finanziellen Möglichkeiten mancher Familien übersteigt, die Kosten für den Hauswirtschaftsunterricht aufzubringen, bezuschusst die Osnabrücker Tafel diesen Unterricht für zur Zeit eine Klasse der Herman-Nohl-Schule. Einmal wöchentlich planen die Schüler, welches Gericht in der Woche gekocht werden soll. Es wird eine Einkaufsliste erstellt. Zu zweit oder dritt gehen sie dann Einkaufen. Oft stellt man vor Ort fest, dass manche Zutaten nicht vorrätig oder zur Zeit viel zu teuer sind. Dann wird kurzfristig neu oder um geplant. Alle Kassenbelege werden gesammelt und monatlich mit der Tafel abgerechnet. Auch in der Küche haben die „Hobbyköche“ viel gelernt.

Aus anfänglich kleinen Mahlzeiten wurden im Laufe des Schulhalbjahres „beachtliche Menus“. Nach dem gemeinsamen Essen und Aufräumen wird jedes Mal überlegt, was gut geklappt hat und was verbessert werden kann. Geplant ist, ein eigenes kleines Kochbuch heraus zu bringen.